Fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis

Urologe Berlin: Blasenentzündung / Blasenprobleme -- konsequent behandeln

Echoarm Prostata Inklusion

Urologische Infektionen sind meist die Folge aufsteigender, von der Urethra ausgehender Infektionen durch Enterobacteriaceae, insbesondere durch Escherichia coli. Harnwegsinfektionen werden durch eine pathogene Invasion dieser Erreger in den Harntrakt verursacht, die zu einer inflammatorischen Antwort des Urothels führt.

Frauen haben dabei wegen ihrer anatomischen Verhältnisse ein höheres Risiko, ebenso wie Patienten mit Urinkathetern oder instrumentellen Eingriffen im Urogenitaltrakt. Urologische Infektionen können jedoch auch durch hämatogene oder lymphogene Ausbreitung entstehen.

Die hämatogene Pathogenese ist für die im urologischen Bereich seltener anzutreffenden Erreger Staphylococcus aureus, Candida albicans, Salmonella spp oder Mycobacterium tuberculosis bekannt. Virulenz und Pathogenität der Erreger sind abhängig von fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis Faktoren z. Vorhandensein von Pili und patientenspezifischen Faktoren z.

Obstruktionen, Urinkathetern, reduziertem Immunstatus. Die quantitative mikrobiologische Analyse muss jedoch in Abhängigkeit von der Infektion und dem Patienten differenziert erfolgen. Bei suprabubischer Gewinnung der Urinproben gilt jeder Nachweis von Erregern als relevanter Hinweis auf eine Infektion. Die Klassifikation der Infektionen des urologischen und männlichen Genitalbereichs erfolgt nach der Lokalisation Zystitis, Pyelonephritis, Urethritis, Epididymitis, Prostatitis, Orchitis ,wobei das Vorhandensein pathogener Erreger zeitgleich auch in den anderen Abschnitten des Urogenitaltrakts möglich ist.

Praxisorientierte Therapieempfehlungen basieren auf der Einteilung nach vorherrschenden Infektionszeichen und berücksichtigen die Schwere eines Verlaufes und vorhandene Risikofaktoren. Bei der akuten Zystitis und akuten Pyelonephritis, die bei sonst gesunden Patienten aufteten, handelt es sich um umkomplizierte Harnwegsinfektionen. Betroffen sind vor allem Frauen ohne strukturelle oder funktionale Veränderungen oder andere Risikofaktoren. Unkomplizierte Harnwegsinfektionen sind sehr häufig.

Eine Abgrenzung zu komplizierten Harnwegsinfektionen ist hinsichtlich der Art und Dauer der Therapieregime, der Diagnostik und der Kontrolluntersuchungen notwendig. Beim Einsetzen der Symptomatik ist diese Abgrenzung nicht in jedem Falle eindeutig durchführbar. Es sind dies:. Patienten mit Risikofaktoren und rezidivierende Formen sollten einer entsprechenden Untersuchung unterzogen werden.

Das Erregerspektrum unkomplizierter Infektionen des oberen fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis unteren Harntrakts ist gleich. Folgende Patientengruppen werden betrachtet:. Gelegentlich treten Schmerzen im Unterbauch oder unspezifische Beschwerden und auch Fieber und Schüttelfrost auf, die möglicherweise auf eine komplizierte Harnwegsinfektion hinweisen.

Können keine Infektionszeichen festgestellt werden, ist das Vorliegen einer Reizblase möglich, deren Pathogenese kontrovers diskutiert wird. Das Risiko einer akuten Zystitis ist bei Sexualkontakten, Verwendung von Diaphragmen mit Spermiziden, asymptomatischer Bakteriurie, rekurrierenden Harnwegsinfektionen, einer Erstinfektion in frühen Lebensjahren und bei Patientinnen, bei deren Müttern häufig Harnwegsinfektionen auftraten, erhöht.

Zur Prophylaxe sollten — soweit möglich— bei häufig auftretenden Infektionen diese Faktoren vermieden werden. Zudem wird eine ausreichende Trinkmenge von zwei Litern pro Tag — falls keine Kontraindikation besteht — und nach Sexualverkehr eine vollständige Entleerung der Blase empfohlen. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer beträgt etwa sechs Tage mit etwa 2,5-tägiger eingeschränkter Aktivität und etwa einem halben Tag Bettruhe.

Die Diagnose wird durch körperliche Untersuchung und einer Fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis mit Hilfe von Teststäbchen gestellt. Eine quantitative und qualitative mikrobiologische Diagnostik ist im Regelfall nicht notwendig und wird nur im Zweifelsfall durchgeführt. Bei Patientinnen mit einem kürzlichen Wechsel fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis Sexualpartners oder einem Partner mit urethraler Symptomatik ist eine Urethritis mit Neisseria gonorrhoeae oder Chlamydophila trachomatis als Verursacher wahrscheinlich.

Dies erfordert, ebenso wie der Verdacht auf eine Vaginitis, Kolpitis oder Zervizitis, herpetische Ulzerationen oder urologische Komplikationen eine weitergehende Diagnostik. Bei postmenopausalen Frauen sollte gegebenenfalls eine gynäkologische Untersuchung auf eine Uterussenkung erfolgen, die mit einer Restharnbildung einhergehen kann.

Allerdings besteht eine länger dauernde Symptomatik mit eingeschränkter Lebensqualität. Daher sollte bei der Diagnose einer akuten Zystitis ein Antibiotikum verordnet werden. Eine Kurzzeittherapie ist meist kurativ und zeichnet sich durch geringe Kosten, geringe Nebenwirkungsrate und dadurch hohe Compliance aus. In der Regel ist eine Therapiedauer von drei Tagen ausreichend, um die Infektionen komplikationslos auszuheilen.

Die Antibiotika-Therapie kann empirisch erfolgen, wobei die lokale Resistenzsituation zu beachten ist. Eine Empfindlichkeitsrate für Escherichia coli bzw.

Aus diesem Grund wird Trimethoprom bzw- Co-trimaoxazol nicht mehr für die empirische Initialtherapie empfohlen.

Eine Selektion Fluorchinolon-resistenter Erreger wird diskutiert. Nicht zuletzt auch deshalb wird die breite Anwendung von Fluorchinolonen zur Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfektionen von verschiedenen Experten in Frage gestellt. Vergleichende Studien sind jedoch selten. In der Regel bleiben sie der Behandlung von Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft vorbehalten.

Die Eradikationsrate dieses Therapieregimes war gleich oder besser als mit verschiedenen anderen Antibiotika, die ebenfalls als Einzeldosis oder über drei bis sieben Tage gegeben wurden. Trotz des extensiven Einsatzes von Fosfomycin-Trometamol in verschiedenen europäischen Ländern, ist die Resistenzsituation gegenüber Escherichia coli immer noch sehr günstig. Fosfomycin fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis eine Substanz, die keinem anderen Antibiotikum ähnlich ist.

Kreuzresistenzen kommen daher nicht vor. Nitrofurantoin in der Dosierung von 4-mal täglich 50 bis mg oder 2- mal täglich mg in der retardierten Form ist in dieser Indikation für die Kurzzeittherapie bis zu drei Tagen nicht geeignet.

Eine Therapie über fünf bis sieben Tage ist notwendig Empfehlungseinschränkungen zur Therapie siehe unter Nitrofurantoin. Die Resistenzsituation gegenüber Escherichia coli ist günstig, aber lokal unterschiedlich und beispielsweise in Italien innerhalb der letzten zehn Jahre auf das Doppelte angestiegen.

Nitrofurantoin ist nicht wirksam gegenüber Proteus mirabilis und Klebsiella spp. Als Nebenwirkung können insbesondere bei älteren Patienten in der hohen Dosierung schwer verlaufende pulmonale Reaktionen auftreten.

Nitrofurantoin kann daher nur als Mittel der zweiten Wahl empfohlen werden. Die Antibiotika-Therapie sollte zu einer raschen Symptomlinderung führen. Als fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis Therapie bei Schmerzsymptomatik kann Phenazopyridin verabfolgt werden.

Bei einem Rezidiv innerhalb von 14 Tagen ist mit einer Persistenz des Erregers zu rechnen. In diesen Fällen ist eine mikrobiologische und weiterführende klinische Diagnostik gegebenenfalls mit Sonographie zu empfehlen. Zur Weiterbehandlung der Reinfektion sollte ein Antibiotikum einer anderen Substanzklasse als in der Initialtherapie eingesetzt werden.

Tritt ein Rezidiv nach mehr als 14 Tagen ein, handelt es sich in der Regel um eine Neuinfektion, bei deren Behandlung nicht zwingend das Antibiotikum gewechselt werden muss. Eine weiterführende Diagnostik ist in diesen Fällen ebenfalls nicht erforderlich.

Die normale residente vaginale Flora ist ein wirksamer Schutz gegenüber der Besiedlung mit gramnegativen Enterobacteriaceae. Lactobazillen sorgen dabei für einen niedrigen pHWert auf der Vaginalschleimhaut. Ihre Zahl ist bei postmenopausalen Frauen und nach einer Therapie mit Antibiotika reduziert. Estrogenen wird ein protektiver Effekt gegenüber Lactobazillen zugeschrieben. Die orale oder vaginale Estrogensubstitution bei postmenopausalen Frauen vermindert das Risiko einer rekurrierenden Harnwegsinfektion signifikant.

Die Antibiotika-Therapie von Harnwegsinfektionen bei Frauen dieser Altersgruppe und bei prämenopausalen Frauen ist gleich.

Allerdings sind die Daten für die Kurzzeittherapie bei postmenopausalen Frauen nicht von ebenso hoher Evidenz. Bei älteren Frauen mit Harnwegsinfektionen sollte differenzialdiagnostisch ein Tumorleiden, Obstruktionen, unzureichende Detrusorfunktion oder auch genitale Infektionen abgeklärt werden.

Harnwegsinfektionen bei Männern gelten in der Regel als kompliziert und sind assoziiert mit einer Reihe von Risikofaktoren, wie urologische Anomalien, Blasenausgangsobstruktionen oder instrumentelle Eingriffe. Nur Harnwegsinfektionen bei jüngeren Männern ohne diese Risikofaktoren werden als unkompliziert eingestuft.

Sie sind extrem selten, wie die in Norwegen ermittelten epidemiologischen Daten zeigen. Dort traten jährlich sechs bis acht Episoden pro 10 Fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis zwischen 21 und 50 Jahren auf. Die Ursache unkomplizierter Harnwegsinfektionen jüngerer Männer ohne Risikofaktoren ist nicht vollständig geklärt, doch wird ein Zusammenhang mit Kontakten infizierter Sexualpartner und fehlender Beschneidung angenommen. Die Symptomatik unkomplizierter Harnwegsinfektionen und deren Diagnostik bei Fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis und Frauen ist gleich.

Bei sexuell aktiven Männern muss eine Urethritis negatives urethrales Grampräparat, Leukozyten ausgeschlossen werden. Häufigster Erreger ist auch hier Escherichia coli. Wegen der geringen Anzahl an Erkrankungen gibt es für dieses Patientenkollektiv keine kontrollierten Studien hinsichtlich einer Antibiotika-Therapie. Die Behandlung erfolgt empirisch in Anlehnung an Daten von Patientinnen. Nitrofurantoin sollte jedoch nicht eingesetzt werden, da keine ausreichenden Gewebekonzentrationen erreicht werden.

Da bei den meisten Männern mit febrilen Harnwegsinfektionen auch eine Prostatitis mitbehandelt werden muss, sollten sich die ausgewählten Antibiotika durch eine gute Gewebegängigkeit in das Prostatasekret und -gewebe auszeichnen. Hierzu zählen vor allem die Fluorchinolone. Die Behandlungsdauer sollte mindestens sieben Tage fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis, um eine Persistenz der Erreger in der Prostata zu vermeiden und wegen möglicherweise unerkannt gebliebener Risikofaktoren.

In der Regel erfolgt die Behandlung über zwei bis vier Wochen. Evidenzbasierte Empfehlungen zur Dauer der Therapie fehlen. Eine weitergehende urologische Untersuchung ist bei Knaben, rekurrierenden Harnwegsinfektionen und bei Fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis von Risikofaktoren notwendig. Die asymptomatische Bakteriurie ist bei Patienten mit und ohne urologische Anomalien häufig.

Nur in sehr seltenen Fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis ist mit dem Vorkommen von Erregern im Urin bei symptomlosem klinischen Befund ein ungünstiger Verlauf verbunden. Das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungenund der Selektion resistenter Erreger überwiegt bei diesen Patienten einen möglichen therapeutischen Nutzen.

Eine rekurrierende Harnwegsinfektion wird angenommen, wenn mindestens drei Infektepisoden innerhalb fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis 12 Monaten bzw.

Es besteht ein Zusammenhang von genetischen Faktoren und Lebensgewohnheiten und dem Auftreten von rekurrierenden Harnwegsinfektionen. Escherichia coli, fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis häufigste urapathogene Erreger, zeigt eine rasche Adhärenz an die Zellen des Epithels bei diesen Patientinnen. Risikofaktoren, die im Zusammenhang mit postmenopausalen Frauen genannt werden müssen, sind Gebärmuttervorfall, Inkontinenz und Restharnbildung. Der Einfluss weiterer Risikofaktoren muss angenommen werden, ist aber bislang nicht fosfomycin bei der Behandlung von Prostatitis.

Rekurrierende Harnwegsinfektionen führen zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität und sind assoziiert mit hohen direkten und indirekten Kosten. Die Prävention besitzt daher eine wesentliche Bedeutung. Die Dauer der Prophylaxe beträgt mehrere Monate. Adjuvante bzw. Sie kann auf oralem Weg mit Hilfe immunaktiver Escherichia coli Fraktionen oder intramuskulär bzw. Vergleichende Untersuchungen zur Effektivität der Antibiotika-Therapie und der Immuntherapie liegen nicht vor.