Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose

High-Risk Prostate Cancer Treatment - MUSC Hollings

Prostatabiopsie ist möglich

Im Folgenden soll erläutert werden, auf welchen Prinzipien es beruht und wie es durchgeführt wird. Weiterhin werden Beispiele genannt, die zeigen, welche Aussagen basierend auf dem Gleason-Grading gemacht werden können. Der Artikel soll für interessierte Patienten verständlich sein und erläutert daher auch häufig im Zusammenhang mit dem Prostatakarzinom genannte allgemeine medizinische Begriffe.

Es ist geplant, in späteren Artikeln kritisch Zusatzuntersuchungen zu beleuchten, die beim Prostatakarzinom helfen sollen, das individuelle Patientenrisiko vorherzusagen. Eventuelle Fragen bitte ich an die Adresse r. Was ist eigentlich Grading? Die gefährlichste Eigenschaft eines malignen bösartigen Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose ist seine Fähigkeit, Metastasen Tochtergeschwülste in entfernten Organen abzusiedeln.

Knochen- oder Lungenmetastasen erreicht. Dabei müssen sie stets der körpereigenen Abwehr entgehen. Wie erwerben Tumorzellen diese Fähigkeiten? Durch Veränderungen Mutationen des genetischen Materiales, d. Normalerweise verfügt die Zelle Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose Mechanismen, ihre genetische Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose stabil zu halten.

Tumorzellen entwickeln einen Zustand, den man als genetische Instabilität beschreibt, d. So konnte gezeigt werden, dass Tumorzellen eine bis 1. Den sich in Tumorzellen entwickelnden Zustand einer genetischen oder chromosomalen Instabilität hat Loeb ; Beckman und Loeb ; Bielas et al.

Die meisten dieser schnell entstehenden Mutationen werden zum Untergang der betroffenen Zellen führen, einige Mutationen werden ihrer Trägerzelle jedoch zu einem Entwicklungsvorteil verhelfen.

Das kann schnelleres Wachstum bedeuten, das kann jedoch auch zur Resistenz Unempfindlichkeit gegen bestimmte Medikamente führen. Mutationen sind nicht zielgerichtet, d. Einige der vielen in einer Tumorzelle vorliegenden Mutationen werden auch das Aussehen der Zelle verändern, sie mehr und mehr zu einer Karikatur der normalen Zelle machen.

Das Aussehen der Zellen und des durch sie gebildeten Gewebeverbandes können wir mit Hilfe des Mikroskopes beurteilen und kategorisieren. Es geht davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tumorzellverband, dessen Aussehen bereits stark von dem des Normalgewebes abweicht, auch mehr andere, mit Funktionsänderungen einhergehende genetische Veränderungen entwickelt hat als ein Tumor, der noch stark dem Normalgewebe gleicht.

Wir nennen so etwas einen Surrogat-Marker, also einen sichtbaren Ersatz-Marker für das, was uns eigentlich interessiert, aber leider unsichtbar ist. Das mag manchmal schlecht funktionieren viel Rauch bei wenig Feuer, wenig Rauch bei viel Feueroft klappt das aber sehr gut und manchmal ist die Rauchwolke informativer als die Flamme selbst.

Vor die Frage gestellt, ob man einen Waldbrand einen aggressiven Tumor vor sich hat oder ein Lagerfeuer einen nicht aggressiven Tumordürfte die Beobachtung der Rauchwolke das Grading hilfreicher sein als die eines einzelnen brennenden Zweiges die Kenntnis einer einzelnen genetischen Veränderung. Bei Tumoren ist es ähnlich. Bei manchen ist das Grading völlig sinnlos und wird erst gar nicht durchgeführt, bei anderen hält sich der Nutzen in Grenzen und bei einigen liefert das Grading sehr hilfreiche Informationen.

Zu diesen Tumoren zählt das Prostatakarzinom. Mit dem Grading versucht man also die Beschaffenheit eines Tumors zu beschreiben, ergänzend zum Staging, das die Ausdehnung eines Tumors beschreibt. Beim Prostatakarzinom entwickeln sich beide Parameter nicht unabhängig voneinander. Und wer oder was ist Gleason?

Donald F. Pathologie ist die Lehre von den Krankheiten und Donald Gleason stellte sich in den 60er und frühen 70er Jahren die Frage, ob man dem Prostatakarzinom nicht feingeweblich mit Hilfe eines Mikroskopes sein jeweiliges malignes Potenzial ansehen könnte. Je kleiner der jeweilige Gleason-Grad ist, desto besser ist der so beschriebene Tumor differenziert, d. Im Gegensatz zu anderen Grading-Systemen orientiert sich das von Gleason vorgeschlagene nicht an zellulären Details z.

Richtig ist beides. Findet sich in einer Tumorprobe nur ein Gleason-Grad, wird dieser einfach mit sich selbst addiert. Ein wichtiges Kennzeichen der so gegradeten Tumorfoki ist ihre scharfe Gleason 1 bzw.

Der weitaus häufigste Gleason-Grad in Stanzen ist der Grad Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose. Der amerikanische Pathologe David Bostwick, damals noch in der Mayo-Klinik, hat in einem seiner Bücher Bostwick x über die Pathologie der Prostata zehn sehr einprägsame und auch humorvolle Regeln zum Gleason-Grading formuliert.

Regel Nr. Damit kommt man also schon sehr weit. Aber nicht weit genug. Letztlich ist es nämlich, zumindest in Stanzbiopsaten, gar nicht so spannend, ob ein Tumor als Gleason 3 oder 2 vorliegt. Prostatakarzinome mit den Gleason-Graden 1 bis 3 d. Score 2 bis 6 zeigen in aller Regel ein langsames, nicht aggressives Wachstumsverhalten.

Parallel mit dem Übergang zum Gleason-Grad 4 nimmt die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens stark zu. Erinnern Sie sich bitte an das obige Kapitel über Grundsätzliches zum Grading. Je mehr Tumorgewebe mit einer stärkeren Entdifferenzierung vorhanden ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass darunter Zellen sind, die bereits über Fähigkeiten verfügen, die die Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose des Tumors erschweren, sei es, dass dieser lokal so weit fortgeschritten ist, dass er nicht mehr komplett entfernt werden kann, sei es, dass Tumorzellen in der Lage sind, Tochtergeschwülste zu bilden.

Je mehr Tumorgewebe mit dem Gleason-Grad 4 oder 5, was aber in Stanzbiopsaten sehr selten ist in einer Stanzenserie vorkommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Prostatakarzinom bereits nicht mehr auf die Prostata begrenzt ist aber wohlgemerkt: die Rede ist hier von Wahrscheinlichkeit, nicht von Sicherheit!

Es ist also wichtig, dass der Pathologe es versteht, den Gleason-Grad 4 sicher zu erkennen und seine Befunde so abfasst, dass der behandelnde Urologe erkennen kann, wie viel Tumorgewebe mit dem Gleason-Grad 4 in einer Stanzenserie vorhanden ist. Hierzu sollte jede biopsierte Lokalisation getrennt gegradet werden, es sollte beschrieben werden, wie viel von einem Stanzzylinder infiltriert ist und eventuell auch welchen Anteil im Tumorfokus der Gleason-Grad 4 ausmacht für den letzten Punkt gibt es keine allgemeine Anweisung, er stellt eine Empfehlung des Autors dar.

Die Angabe des Gleason-Scores alleine ist keinesfalls ausreichend. Bei alleiniger Betrachtung des Gleason-Scores ohne Beachtung der den Score ergebenden Komponenten geht also sehr viel Information verloren. Ein Grading ist keine präzise Messung, es ist eine individuelle Beurteilung und damit Schwankungen unterworfen. Zwei verschiedene Untersucher können den gleichen Fall unterschiedlich beurteilen das nennt man interindividuelle Schwankung und auch ein und derselbe Befunder wird den gleichen Fall Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose Verstreichen gewisser Zeit vielleicht anders einschätzen als vorher das nennt man intraindividuelle Schwankung.

Beides kann durch Training und Standardisierung minimalisiert werden. Das Grading nach Gleason stellt ein im Hinblick auf seine Aussagekraft sehr gut untersuchtes und ausgereiftes System dar mit einem hohen Standardisierungsgrad.

Von dieser Arbeitsgruppe wurden auch Vorhersagemodelle für Patienten Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose einer operativen Therapie oder Stahlentherapie entwickelt sowie auch für die Wahrscheinlichkeit, nach tumorfreien Biopsien in Folgebiopsien doch noch einen Tumor zu finden.

Der Umstand, dass das von Donald Gleason vorgeschlagene Verfahren trotz seiner Einführung vor fast 40 Jahren das derzeit weltweit akzeptierte Grading-System für das Prostatakarzinom darstellt, ist ein deutlicher Beleg für seine Stärke. Es gibt wohl nicht viele Verfahren in der Medizin, die diesen Test der Zeit so gut bestanden haben.

Dennoch hat sich heutige Medizin beim Prostatakarzinom gegenüber den 60er Jahren erheblich verändert. Damals bestand lediglich die Möglichkeit, ein Prostatakarzinom mittels der digitalen rektalen Untersuchung Austastung des Mastdarmes zu entdecken.

Die Gewebeproben wurden anders entnommen als heute und, die radikale Prostatektomie war eine ziemlich selten ausgeführte Operation und die Organe wurden nicht so systematisch histologisch untersucht, wie es in vielen pathologischen Instituten heute der Fall ist. Die meisten der Punkte stellen Detailfragen dar, die hier nicht beschrieben werden müssen. Erwähnt werden soll nur, dass definiert wurde, wie mit tertiären Differenzierungsmustern zu verfahren ist.

Zur Wiederholung: Beim Gleason-Score wird der am häufigsten auftretende Grad der primäre Grad zum zweithäufigsten dem sekundären Grad addiert. Es ist vielleicht nicht allzu verwunderlich, dass in einem genetisch und damit auch histologisch Adenokarzinom der Prostata auf Gleason 4 + 3 Prognose Tumor gelegentlich auch einmal weitere Differenzierungsmuster gefunden werden. Das dritthäufigste Muster entspräche dann dem tertiären Gleason-Grad. In der Originalbeschreibung von Gleason wird nur kurz erwähnt, dass solche Muster vorkommen können, es gibt aber keine Vorschrift, wie damit zu verfahren sei.

Streng genommen hätte nach dem Original-Grading ein tertiäres Muster unter den Tisch fallen müssen. Die Konsens-Konferenz hat nun festgelegt, dass bei Prostata-Stanzen also Biopsien vor der Therapie der häufigste und der höchste Gleason-Grad dokumentiert werden sollten. Bei Präparaten einer radikalen Prostatektomie ist das Vorgehen anders, weil der ganze Tumor untersucht werden kann.

Bei einer radikalen Prostatektomie wäre es also falsch, den häufigsten und den höchsten Gleason-Grad zu addieren. Die Konferenzempfehlung ist daher, den primären und sekundären Gleason-Grad anzugeben und die Gegenwart eines tertiären Musters in einem Kommentar festzuhalten. In: Tannenbaum Hrsg. Urologic Pathology: The prostate. Lea and Febiger, Philadelphia, S.